Krankenhaus Rechnungsabschluss 2018

21.05.2019: Die Finanzierung des Gesundheitswesens gestaltet sich komplex: vor allem bei den Krankenhäusern. Neben sogenannten LKF – Leistungspunkten, die für erbrachte Leistungen an den Patientinnen und Patienten erwirtschaftet werden – tragen der Bund, das Land und jene Gemeinden, deren Bürgerinnen und Bürger in Dornbirn behandelt wurden, sowie die Stadt zur Finanzierung des Abgangs bei.

Dieser beträgt für 2018 rund 31,46 Millionen Euro, das entspricht 3,69 Prozent Steigerung. „Das Krankenhaus ist die wichtigste Gesundheitseinrichtung der Stadt sowohl für die Dornbirnerinnen und Dornbirner als auch Patienten aus anderen Gemeinden. Mit den laufenden Investitionen in die Modernisierung aber auch der guten medizinischen und pflegerischen Qualität sichern wir die Versorgung nachhaltig ab,“ betont Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann. Dass das Krankenhaus auch wirtschaftlich gut geführt wird, zeigt sich im aktuellen Rechnungsabschluss, der von der Dornbirner Stadtvertretung im Rahmen der jüngsten Sitzung beschlossen wurde.

Mit rund 82 Millionen Euro Jahresumsatz ist das Krankenhaus der größte Betrieb der Stadt und bietet 895 Menschen eine berufliche Zukunft. Dabei machen die höchsten Geburtenzahlen im Land sowie die steigenden Zahlen bei den ambulanten Patienten deutlich, dass das Krankenhaus Dornbirn in der Region sehr geschätzt wird. „Um diesen erfolgreichen Kurs fortzusetzen, investierten wir laufend in die Zukunftsfähigkeit unseres Krankenhauses. In die Medizintechnik, in Fort- und Weiterbildung sowie in bauliche Investitionen“, so Krankenhausreferent Vizebürgermeister Martin Ruepp. Rund 62 Prozent der Patienten kommen aus anderen Gemeinden nach Dornbirn.

Daten zum Rechnungsabschluss 2018
Ausgaben: € 82.061.483 (€ 78.310.327 – 2017)
Einnahmen: € 50.603.914 (€ 47.973.685 – 2017)
Abgang: € 31.457.568 (€ 30.336.642 – 2017)
Der Abgang wird von Bund, Land, Patientengemeinden und dem Rechtsträger finanziert.

Jede Investition kommt den Patientinnen und Patienten zu Gute. So sorgt zum Beispiel das neuen Patientendatenmanagementsystem (PDMS) wesentliche Akzente in Sachen Sicherheit, Effizienz und Transparenz. Mit rund 55 Millionen Euro ist der Personalaufwand bei den Ausgaben der höchste Posten. Die größten Erlöse sind mit 76 Millionen Euro bei den Leistungen zu erwarten. Krankenhausreferent Vizebürgermeister Mag. Martin Ruepp: „Die endgültige Abrechnung der Leistungspunkte erfolgt, wenn die Spitalbehörde alle Leistungspunkte in den anderen Krankenhäusern abgerechnet hat. Dies erfolgt im letzten Quartal des Folgejahres.“  

Leistungsentwicklung 2018
Frequenz Ambulanz: 112.350 Besuche (106.981 – 2016)
Stationärer Bereich: 19.262 Patientinnen und Patienten (20.028 – 2016)
Tage Verweildauer: 3,79 (3,49 – 2016)
OP Saalbelegung: 9.609 Stunden (9.273 – 2016)
Geburten: 1.500 Lebendgeborene (1.458 – 2016)
37,8 % Anteil der Patienten aus Dornbirn

Am Patienten orientiert
Rund 62% der Patientinnen und Patienten im Krankenhaus Dornbirn kommen aus anderen Gemeinden. Das macht das Stadtspital zu einer wichtigen Gesundheitseinrichtung in Vorarlberg, die bis 2021 den Operationsbereich modernisiert. Dabei erfolgt der Zu- und Umbau des zweitgrößten Spitals in Vorarlberg bei laufendem Betrieb. Mit einem Volumen von rund 22,5 Millionen Euro gehört das Projekt zu den großen Investitionen im städtischen Gesundheitswesen. Um der Nachfrage der Patientinnen und Patienten gerecht zu werden und die Versorgung kontinuierlich zu verbessern, modernisiert die Stadt Dornbirn gezielt den OP-Bereich – für eine Medizin mit Hightech und Herz. In allen Therapieschritten an den Patientinnen und Patienten orientiert, bietet der OP-Bereich auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein bestmögliches Arbeits- und Behandlungsumfeld. „Mit diesen Investitionen bekennen wir uns deutlich zu einem eigenständigen Dornbirner Krankenhaus“, betont Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann.